Stationsäquivalente Behandlung (StäB)

Eine Frau gibt einer anderen Frau die Hand, welche sie anlächelt.
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Psychische Erkrankungen oder Lebenskrisen sind häufig mit verschiedensten Sorgen und Ängsten verbunden und für manche Patient*innen bedeutet eine stationäre Aufnahme eine zusätzliche Belastung. Möglicherweise liegen auch körperliche Erkrankungen vor oder es bestehen negative Vorerfahrungen mit stationären Aufenthalten. In anderen Fällen fehlt es an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder oder für pflegebedürftige Familienmitglieder.

Als Alternative zu einer stationären Behandlung bietet die LVR-Klinik Mönchengladbach deshalb eine psychiatrische Behandlung für Patient*innen Zuhause in ihrer vertrauten Umgebung an.
Ein weiterer Vorteil dieser stationsäquivalenten Behandlung ist, dass Patient*innen direkt in ihrer sozialen Umgebung behandelt werden und Angehörige auf Wunsch in den Behandlungsprozess einbezogen werden können.

Die Behandlung

Wie im stationären Bereich besteht das multiprofessionelle Behandlungsteam aus Fachärzt*innen, Pflegekräften, Psycholog*innen, sowie Fachtherapeut*innen und Mitarbeitenden des Sozialen Dienstes. Pro Tag erfolgt mindestens ein Hausbesuch eines der Teammitglieder, wobei die Therapie auf die jeweiligen Bedürfnisse der Patient*innen abgestimmt wird. In der Regel dauert die Behandlung ungefähr vier bis sechs Wochen. Dies wird jedoch in enger Abstimmung mit der Patientin bzw. dem Patienten und dem Behandlungsteam unter Berücksichtigung der vorliegenden Symptomatik und des Krankheitsbildes entschieden. Falls sich im Laufe der Therapie herausstellt, dass ein anderes Behandlungssetting für die Patientin/ den Patienten besser geeignet ist, kann dieses ggf. noch angepasst werden. Solche Anpassungen erfolgen selbstverständlich in Abstimmung des Behandlungsteams mit den Patient*innen.

Voraussetzungen

  • Der Wohnort der Patientin/ des Patienten liegt in Mönchengladbach
  • Es liegt eine psychische Erkrankung vor, die stationär behandlungsbedürftig ist
  • Die Patientin/ der Patient ist mit der stationsäquivalenten Behandlung einverstanden und ist in der Lage zu kooperieren/ mitzuarbeiten.
  • Die Patientin/ der Patient ist in der Lage, ihre/ seine Medikamente regelmäßig selbst einzunehmen und dem Behandlungsteam Einlass zu gewähren. Die Behandlung findet an 7 Tagen in der Woche statt (auch an Wochenend- und Feiertagen).

Eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung sowie eine akute Suchterkrankung stellen Ausschlusskriterien für eine stationsäquivalente Behandlung dar.