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Aktuelles

Öffentliche Führung mit vielen interessierten Gästen

Teilnehmer der Führung stehen vor Herrn Rinckens, der die Führung leitet. Im Hintergrund sieht man das Haus H.
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Foto: LVR-Klinik Mönchengladbach

Am Freitag, 24. Januar 2020 hat eine öffentliche Führung durch die LVR-Klinik Mönchengladbach stattgefunden. In einem Rundgang über das Klinikgelände erzählte Dr. Stephan Rinckens, ärztlicher Direktor der Klinik, von der Geschichte und Architektur der Klinik. Außerdem gab er einen Einblick in den aktuellen Arbeitsalltag der Psychiatrie, berichtete von Krankheitsbildern, Behandlungsmethoden und Belegungszahlen. Im Anschluss an den Rundgang hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, bei Kaffe und Keksen, historische Fotos der Klinik anzusehen und Fragen an Herrn Dr. Rinckens zu stellen.

Mehr als 50 interessierte Gäste nahmen an der Führung teil. Über diese großartige Resonanz freute sich neben Herrn Dr. Rinckens auch Erika Pfundt, welche die Führung mit dem Team "Stadtteilerkundungen" und mit Unterstützung der PariSozial gGmbH organisiert hatte.

LVR-Fokustagung am 23. Januar 2020 in der LVR-Klinik Mönchengladbach

Referent*innen und Klinikvorstand bei der LVR-Fokustagung 2020
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von links nach rechts: Dr Stephan Rinckens, Jochen Möller, Dr. Thomas Schläpfer, Dr. Tom Bschor, Dr. Claus Normann, Dr. Ingo Spitczok von Brisinski, Dorothee Enbergs, Dr. Gouzoulis-Mayfrank, Dr Rüdiger Noelle, Dr. Malek Bajbouj, Dr. Birgit Janssen, Dr Dieter Schoepf; Foto: Guido Schiefer, LVR

LVR-Fokustagung 2020: Aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie der Depression

Am 23. Januar 2020 fand in der LVR-Klinik Mönchengladbach die LVR-Fokustagung zum Thema "Entwicklungen in Diagnostik und Therapie der Depression" statt. Mit ca. 180 interessierten Gästen war die Veranstaltung gut besucht.

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und betreffen alle Altersgruppen. Viele Betroffene suchen trotz großen Leidensdrucks keine Hilfe, obwohl wirksame Behandlungsverfahren zur Verfügung stehen.

Der LVR-Klinikverbund sowie das Institut für Versorgungsforschung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) haben den Schwerpunkt der gestrigen Fokustagung auf Affektive Störungen im Bereich der Depression gelegt. Die Vorträge widmeten sich der Prävention, der Diagnostik und der pharmakologischen sowie psychotherapeutischen Therapie.

Elf renommierte Fachleute stellten ebenso klassische wie auch innovative Therapieansätze vor. Neben der Betrachtung der Ätiologie, Diagnostik und Prävention wurde der aktuelle Stand der Wissenschaft für die wichtigsten Therapiebausteine dargestellt: Psychotherapie und Psychopharmakotherapie. Ergänzt wurde das Themenspektrum durch Vorträge zur Depression im Kindes- und Jugendalter sowie im höheren Lebensalter. Ein Vortrag widmete sich daher speziell der Pflege von älteren Personen, die an einer Depression leiden.

Die LVR-Fokustagung wird vom Klinikverbund des Landschaftsverbandes Rheinland veranstaltet. Alle zwei Jahre bietet die Veranstaltung, die an wechselnden Orten in den LVR-Kliniken stattfindet, Wissenschaft und klinischer Praxis einen Überblick über psychiatrische Krankheitsbilder.

Impressionen

Klinik eröffnet "Raum der Stille"

Die Vorstandsmitglieder der LVR-Klinik Mönchengladbach sitzen mit Frau Gilberger, Vorständin der Montagstiftung Kunst und Gesellschaft im Raum der Stille
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Dorothee Enbergs, Ruth Gilberger, Jochen Möller und Dr. Stephan Rinckens im Raum der Stille. Foto: LVR-Klinik Mgb

Kooperationsprojekt mit der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft

Am 15.11.2019 wurde der "Raum der Stille" im Haus B der Klinik eröffnet. Der Raum ist als konfessionsloser Ort der Ruhe und Besinnung konzipiert, welcher aber auch Begegnung und Gespräche zwischen Patient*innen ermöglicht. Die Idee hierfür entstand bereits 2016 im Ethikforum der LVR-Klinik Mönchengladbach. „Es geht darum, einen neutralen Ort anzubieten, der einerseits als Rückzugsmöglichkeit dient, aber auch zum religionsübergreifenden Austausch zwischen den Patient*innen einlädt“, so Jochen Möller, Pflegedirektor und Vorsitzender des Ethikforums der LVR-Klinik Mönchengladbach.

Erste Impulse für ein Raumkonzept lieferten die Künstlerin Annika Staudt und der Künstler David Semper. Eine weiterführende Umsetzung und Einrichtung des Raums erfolgte durch die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft gemeinsam mit Patient*innen der LVR-Klinik Mönchengladbach. Die Leitung des Projekts übernahm Ruth Gilberger, Vorständin der Stiftung.

In einer „Stickstube“ fertigten Patient*innen Kissen, welche an der Wand des Raums hängen und bei Bedarf zum Sitzen heruntergenommen werden können. Diese Sitzkissen werten den hellen und schlicht gehaltenen Raum zusätzlich auf und erinnern ‒ ebenso wie die weißen Vorhänge ‒ an die Geschichte Mönchengladbachs als ehemalige Textilstadt. Bei der Auswahl der Motive waren den Beteiligten keine Grenzen gesetzt. Nur religiöse Symbole und Wörter sollten vermieden werden. Die Idee für dieses Projekt kam Ruth Gilberger auf einer Englandreise. Hier hängen Familien in Kirchen häufig selbst gestickte Sitzkissen an ihre Stammkirchenbänke.

In einem zweiten Gemeinschaftsprojekt gestalteten Patient*innen eine „Resonanzschale“, welche die Mitte des Raum bildet. Die Ausgangsform ‒ eine Satellitenschüssel ‒ verweist auf die Funktion des Raums als Ort der Kommunikation und gegenseitigen Verständigung. Die Schüssel wurde mit zahllosen Schichten aus Tapete und Leim überklebt und anschließend entfernt. Die Abformung wurde anschließend durch Schleifen und Überkleben perfektioniert. Hierdurch erhielt sie eine marmorähnliche Struktur.

Zur Eröffnung fanden sich zahlreiche Beteiligte, Mitarbeitende der Klinik und andere Interessierte ein. Ruth Gilberger, Vorständin der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und Jochen Möller, Pflegedirektor und Vorsitzender des Ethik-Forums der LVR-Klinik Mönchengladbach, blickten auf das Projekt zurück. Außerdem wurde die Veranstaltung von einer klanglichen Intervention des Kölner Künstlers und Musikers Axel Schweppe bereichert.

Weitere Infos und Fotos zur Eröffnung gibt es im Blog der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft

Raum der Stille

Ausstellung von Susanne Jacobs in der Kunstkapelle

Die Kunstkapelle der LVR-Klinik Mönchengladbach
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Foto: LVR-Klinik Mönchengladbach

Im Rahmen des parc/ours Mönchengladbach ist am 21. und 22. September 2019 eine Ausstellung von Susanne Jacobs in der Kunstkapelle auf dem Gelände der LVR-Klinik Mönchengladbach zu sehen.

Die Künstlerin Susanne Jacobs zeigt Bilderzyklen mit abstrakten Figuren in linienhafter Umgebung. Neben Grafiken aus Tinte und Aquarell stellt sie Porzellangefäße aus. Im Rahmen der Ausstellung findet außerdem am 21.9. um 17 Uhr eine Tanzperformance mit Sabine Kreuer statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Ausstellung und die Performance zu besuchen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Susanne Jacobs wurde in Düsseldorf geboren und wohnt in Mönchengladbach. Nach einer Ausbildung zur Steinbildhauerin absolvierte sie ein Designstudium an der Hochschule Niederrhein. 2013 war ihre Ausstellung „en miniature“ im Kunstcaravan Mönchengladbach zu sehen.
Sabine Kreuer ist freischaffende Tänzerin und Choreografin mit den Schwerpunkten Expressive Dance, Authentic Movement und Improvisation.

Am 21. und 22. September 2019 öffnet die Kunstszene der Stadt Mönchengladbach erneut ihre Türen. Beim parc/ours bietet sich an dem Wochenende die Gelegenheit, zahlreiche Ausstellungen und Ateliers, Galerien und Museen zu besuchen und Einblicke in die Arbeit unterschiedlicher Künstler*innen zu gewinnen. Die Veranstaltung wird von der c/o-Künstlerförderung des Städtischen Kulturbüros Mönchengladbach organisiert.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Samstag, 21.09.2019, 13-18 Uhr
Sonntag, 22.09.2019, 11-18 Uhr

Weitere Informationen zum parc/ours gibt es hier.

Gute Laune beim Sommerfest 2019

Blick auf den Getränkewagen, Stände und Pavillons beim Sommerfest der LVR-Klinik Mönchengladbach
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Foto: LVR-Klinik Mönchengladbach

Am Sonntag, den 7. Juli 2019 hat das Sommerfest der LVR-Klinik Mönchengladbach stattgefunden. Ab 14 Uhr kamen auf dem Gelände in der Heinrich-Pesch-Straße zahlreiche Patient*innen, Angehörige, Mitarbeitende, Ehemalige sowie viele andere Gäste zusammen. Bei trockenem Wetter mit angenehmen Temperaturen verbrachten sie einen gemütlichen und unterhaltsamen Nachmittag im Klinikpark.

Zum Auftakt sorgte die Trommelgruppe der LVR-Förderschule Mönchengladbach mit ihren Beats für musikalische Unterhaltung und eine ausgelassene Stimmung. Danach zeigte der Gaukler und Zauberer Gaudius eine amüsante Zauber-Show, die besonders bei den kleinen Gästen gut ankam.

Für das leibliche Wohl war mit Getränken, Kuchen, Waffeln, Würstchen und Reibekuchen gesorgt. Außerdem luden zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk und Kulinarischem zum Stöbern ein.

Die LVR-Klinik Mönchengladbach freute sich über die zahlreichen Besucher*innen und dankt allen, die bei der Organisation geholfen haben.

Impressionen vom Sommerfest 2019

EFQM-Validierung

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LVR-Klinik Mönchengladbach erhält das Zertifikat „Committed to Excellence 1 Star“

Am 3. Juli 2019 fand die externe Validierung des EFQM-Projekts in der LVR-Klinik Mönchengladbach statt. Die EFQM-Assessorin Heike Mühlbauer, welche die Arbeit der letzten vier Jahre nach EFQM-Richtlinien überprüfte, verlieh der Klinik das Zertifikat „Committed to Excellence 1 Star“ (C2E*).

Frau Mühlbauer zeigte sich beeindruckt von dem Bericht, der im Rahmen des EFQM-Projekts entstanden war und hob die konsequente Umsetzung der EFQM-Prinzipien hervor. Im Verfahren „Committed to Excellence“ wird überprüft, ob es einer Organisation gelingt, eine fundierte Selbstbewertung durchzuführen, daraus Verbesserungsprojekte zu priorisieren und diese erfolgreich umzusetzen. Eine positive Validierung zeigt, dass die Organisation den ersten Schritt zur erfolgreichen Umsetzung des Excellence-Ansatzes getan hat.

Frau Mühlbauer verlieh für die Planung des Qualitätsmanagements und der Projekte die volle Punktzahl. Besonders gefiel ihr die Orientierung an der Strategie der Klinik. „Man erkennt einen roten Faden, der sich durch die Projekte zieht.“ Außerdem lobte sie die Energie und den Einsatz der Mitarbeitenden, welche für sie deutlich spürbar sei. Was die Umsetzung der Projekte betrifft sei es wichtig, konsequent weiterzuarbeiten und die Realisierbarkeit der erarbeiteten Konzepte im Alltag zu prüfen. Die Entwicklung theoretischer Modelle und Verfahren sei die eine Sache, aber das Modell müsse auch zum konkreten Arbeitsalltag passen.

Ein Teppich für Rheydt

Eine Person verwebt Stoffe in dem Webstuhl
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Patient*innen der LVR-Klinik Mönchengladbach beteiligten sich am Kunstprojekt der Montag Stiftung

Am 19. Juni 2019 nahmen Patient*innen der LVR-Klinik Mönchengladbach am Projekt „Neuland“ der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft teil. „Ein Teppich für Rheydt“ ist einer von vielen Workshops, welche die Stiftung vom 8. Juni bis 8. September 2019 anbietet. In einem ehemaligen Ladenlokal der Rheydter Hauptstraße entsteht ein überdimensionaler bunter Teppich an einem großen Webstuhl. Jeweils mittwochs bis samstags ist jeder Interessierte willkommen, alte Stoffreste, Kleidung, Gardinen, Tücher, aber auch alte Plastiktüten und Wäscheleinen mitzubringen und am bunten Flickwerk mit zu weben.

Auch die Patient*innen, die sich im Rahmen der Ergotherapie am Workshop beteiligten, hatten Spaß daran, Stoffteile zurechtzuschneiden, zu Kordeln zu drehen und zu verweben. Der gewaltige Webstuhl nimmt einen großen Teil des Raumes ein und besteht aus Fäden, die an Holzlatten befestigt sind. Von den genutzten Stoffen wird jeweils eine kleine Stoffprobe auf Pappe geklebt, mit einem kurzen Text versehen und an die Wand gehängt: Das Archiv der Stoffe. Hierbei entstanden auch aus der Feder der Patient*innen ganz unterschiedliche Texte: Von lustigen Anekdoten zur früheren Nutzung der Stoffe über sachliche Notizen bis hin zu kleinen Gedichten.

Projektmanagerin Theresa Grünhage und Stefanie Klingemann, die für die künstlerische Projektkoordination zuständig ist, freuten sich über die rege Teilnahme von Seiten der LVR-Klinik. Im letzten Jahr hatte die Stiftung bereits das partizipative Kunstprojekt „Landschaffen“ im Klinikpark der LVR-Klinik Mönchengladbach umgesetzt. Auch damals war Ruth Gilberger, Vorständin der Stiftung Kunst und Gesellschaft, für das Konzept und die Realisierung zuständig.

Der Teppich kann als Collage mit vielfältigen Bedeutungsebenen verstanden werden. Man kann ihn zum Beispiel als Zeichen für Vielfalt und Diversität in der ehemaligen Textilstadt interpretieren. Er verknüpft verschiedene bunte Stoffe und bringt unterschiedliche Menschen mit individuellen Geschichten zusammen. Die gemeinsame Herstellung des Teppichs regt zum gegenseitigen Austausch an.

Auch für die Patient*innen bietet das Projekt die Möglichkeit, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben in Rheydt zu beteiligen und aus der Isolation herauszutreten, die oft mit psychischen Erkrankungen einhergeht. Ähnlich wie viele Angebote der Ergotherapie kann die Partizipation im Kunstprojekt das Gruppengefühl, die Kreativität und das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit steigern.

Der Rheydter Teppich wächst täglich. Am 3. September soll er auf der Rheydter Hauptstraße ausgebreitet werden. Bis dahin werden gleichzeitig noch viele weitere Workshops angeboten. Sie alle sind kostenlos und offen für alle.

Weitere Informationen zum Projekt unter: www.montagstiftungen.de

Impressionen vom Workshop